Unser Leben ist so facettenreich, manchmal unbegreiflich, manchmal wunderschön, manchmal tieftraurig. Die meisten von uns genießen die Schönheit und fürchten sich vor den Tiefschlägen. Mit zunehmendem Lebensalter befinden wir uns in einer Rollenvielfalt, die mitunter sehr anstrengend werden kann. Wir sind Mensch in der Rolle als Tochter, Sohn, Vater, Mutter, Lebenspartner, Angestellter, Chefin, Unternehmer, Freund etc.
[Bild von Kreis mit verschiedenen Bildausschnitten aus dem Leben]
Der Tag hat 24 Stunden und die sind schnell gefüllt. Wir brauchen ausreichend Schlaf, damit sich unser Körper und unsere Seele erholen kann. Und da wird´s manchmal schon eng, mit allen Themen des Alltags und Zeit für sich selbst geht schnell in den verschiedenen ungeschriebenen aber wirkungsvollen Rollendrehbüchern, die oft unbewusst bespielt werden, verloren. In dem „das macht man so“ kommt der Mensch sich schnell mal abhanden. Es wird in Ermangelung der Zeit und einer oft sehr hohen Leistungsbereitschaft auf aktuelle Anforderungen reagiert, eher wenig gefühlt bis zur Erschöpfung.
Verdrängen hilft, jammern tut auch mal gut, besonders in Gruppen Gleichgesinnter bringt es kurzfristig Entlastung, ausgrenzen statt abgrenzen schafft einen vermeintlich sicheren Raum und schon während ich es hier schreibe, ist eine Schieflage und Bitterkeit spürbar, weil in Wahrheit jeder um die Schieflage des Weges weiß. Wir reagieren oft unbewusst auf Anforderungen, auf der Grundlage unserer Sozialisation, die all zu häufig erst reflektiert wird, wenn wir vom Leben enttäuscht sind, uns verausgabt haben, erkennen, was wirklich wichtig ist und in unseren Leben verstrickt sind zwischen all den Rollen, finanziellen Anforderungen, Träumen, dem schönen Schein unserer tollen Außenwirkung und den unglücklichen Herzen, falls sie noch spürbar sind. Verausgabungen bringen letztlich keine Einnahmen mehr, führen zu Erschöpfung und der Frage: „Soll das jetzt schon alles gewesen sein?“
Worum geht es nun wirklich? Es geht um Lebendigkeit in Balance, die entsteht, wenn wir mit uns selbst verbunden sind, wenn wir wissen, wer wir sind, bestenfalls deckungsgleich mit dem, wer wir sein wollen. Und hier sind die ersten Diskrepanzen zu finden, die schmerzhaft sind und gleichzeitig Wegweiser für neue Entscheidungen sein können. Und ja, es kann erst mal schwer werden, denn es gibt viel zu fühlen, langsam klar zu sehen und daraus eine neue Basis zu schaffen.
Was ist die beste Grundlage für ein gesundes, facettenreiches Leben in Balance?
Du selbst in deinem ureigenen Wesenskern, den es wieder zu entdecken gilt. Es beginnt eine spannende Reise in deine kraftvolle Essenz, aus der du proaktiv dein Leben gestalten kannst.
Ob das schnell geht? Ehrlich? Nein, es braucht Zeit, Geduld, Mut, vielleicht einen Coach an deiner Seite. Es braucht die Bereitschaft tief zu tauchen, den Keller aufzuräumen, Altes würdig zu verabschieden oder als einen besonderen Schatz zu erkennen und ihm einen ehrenvollen Platz im Leben zu geben.
Es bringt dir dein leichtes Herz zurück, auch wenn´s mal schwer wird. Es macht dich lebendig, bringt dir Glanz in deine Augen und das Feuer in deinem Herzen. Es ist besser als jede ablenkende Netflixserie. Wenn du es willst, wirst du Wege finden.
Ich wünsche es dir!

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