Peoplepleasing bedeutet, es allen recht machen zu wollen. Wer kennt das? Ich kenne es aus früheren Zeiten allzu gut. Ich weiß, wie fast unbemerkt, ein Verhaltensautomatismus der besonderen Art entstehen kann. Wie entsteht Peoplepleasing? Es entsteht schleichend, setzt eine Feinfühligkeit zur Wahrnehmung der Bedürfnisse anderer voraus und den Wunsch in ein System zu passen und gemocht zu werden, verbunden mit der Bereitschaft über eigene Grenzen zu gehen, letztlich häufig fast bis zur Erschöpfung.

Aus meiner Erfahrung ist Peoplepleasing auch gerne mal mit dem Impostersyndrom verbunden, gekennzeichnet durch eine große Angst mit der eigenen vermeintlich als wahr empfundenen Dummheit und Inkompetenz aufzufallen. Um dieses Riesendrama, das für absolut realistisch gehalten wird, zu vermeiden, wird mit allem Charme und aller Raffinesse mit einem Lächeln im Gesicht und Angst im Herzen manipuliert bis zur letztlichen Unkenntlichkeit des eigenen Selbst.

Dies kann eine ganze Zeit lang funktionieren, macht völlig unglücklich und führt im besten Fall zu der Erkenntnis, sich neu auszurichten. Es ist an der Zeit, sich Zeit zu nehmen, um sich selbst wahrhaftig neu kennenzulernen. Und plötzlich folgt die Erkenntnis, in Wahrheit durchaus kompetent zu sein, evtl. einfach anders zu sein sowie der Wunsch, sich gerade zu machen, sich selbst zu verzeihen, sich die Erlaubnis zu geben, einfach mal zu müde zu sein, um höflich zu sein – eine kleine Zeit der wohltuenden Rebellion.

Und dann fallen sie ab: die Schichten, die schon lange nicht mehr zu dir gehören. Und du wirst im besten Fall empfindsam zum ersten Mal wieder für dich selbst.
Es folgt eine Ent-wicklung und du dringst zu deinem Wesenskern vor.

Dein Herz wird frei und es beginnt ein neuer authentischer Weg.

Ist das allein zu schaffen? Möglicherweise. Mit einem vertrauensvollen Coach ist es leichter. Ich bin da. 😉


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