Selbstsabotage hat etwas Geheimnisvolles.
Sie zeigt sich selten offen und bleibt oft lange unentdeckt. Erst wenn wir bereit sind, wirklich ehrlich hinzusehen – oder wenn jemand von außen uns darauf aufmerksam macht – tritt der innere Saboteur ans Licht.
Selbstsabotage eignet sich hervorragend zur Verdrängung.
Und sie lässt sich über Jahre aufrechterhalten, weil sie meist unbewusst wirkt: auf Grundlage eines geringen Selbstwertgefühls, alter Glaubenssätze oder der Angst vor dem Unbekannten.
Das Ergebnis ist ernüchternd:
Menschen verhindern die Erreichung ihrer eigenen Ziele – und schöpfen ihr Potenzial nicht aus.
Wie Selbstsabotage garantiert gelingt
Wenn du sicherstellen willst, dich selbst zuverlässig auszubremsen, helfen folgende Strategien:
- Sei perfekt.
Starte dein Vorhaben am besten gar nicht – oder bringe es keinesfalls zu Ende, wenn es nicht zu 100 % perfekt ist. - Verschiebe Wichtiges.
Auch (und gerade dann), wenn du weißt, wie entscheidend diese Aufgaben wären. - Sprich abwertend mit dir selbst.
Sätze wie „Ich bin nicht gut genug“ oder „Ich werde sowieso scheitern“ wirken zuverlässig. - Verkaufe dich unter Wert.
In der Hoffnung, dazuzugehören, akzeptiert zu werden – oder aus Angst vor Veränderung und vor deiner eigenen Größe. - Vermeide Verantwortung und Erfolg.
Denn sonst könnte man künftig mehr von dir erwarten. - Reguliere Gefühle ungesund.
Mit Essen, Alkohol, impulsiven Entscheidungen oder Beziehungen, die dir langfristig schaden.
Wirksam. Leider.
STOP IT! – Raus aus der Selbstsabotage
Der Ausstieg beginnt nicht mit Härte, sondern mit Bewusstheit.
Selbstbeobachtung und Achtsamkeit
Das Erkennen deiner Muster ist der erste Schritt: ohne Urteil, aber mit Klarheit.
Reflexion und Journaling
Aufzuschreiben, wann und wie du dir selbst im Weg stehst, schafft Abstand und neue Perspektiven.
Arbeit mit Glaubenssätzen
Negative innere Überzeugungen dürfen hinterfragt, geprüft und neu bewertet werden.
Therapie oder Coaching
Gerade bei tief verankerten Mustern ist professionelle Begleitung oft entscheidend.
Realistische Ziele und kleine Schritte
Machbare Etappen schaffen Fortschritt und bauen Selbstvertrauen auf.
Selbstsabotage ist kein Charakterfehler.
Sie ist ein erlerntes Schutzmuster und damit veränderbar.
Sei mutig.
Schöpfe dein volles Potenzial aus.Und wenn es allein (noch) nicht funktioniert:
Ich bin da.

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